Horst Daniel als Pfarrer in Lützellinden eingeführt

Aufgabenbereich neu aufgestellt

Gießen-Lützellinden (bkl).  „Jesus würdigt diese arme Witwe in ihrem Tun“, so Horst Daniel zur biblischen Geschichte von der Frau, die alles spendete, was sie hatte. Der Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Lützellinden hat in der Kirche über das 12. Kapitel des Markus-Evangeliums, Verse 41 bis 44 gepredigt. „Ihre Hingabe und ihre Liebe zu Gott stellt Jesus uns als Vorbild vor Augen“, so der Theologe weiter.  Wir müssen uns fragen, ob wir auf menschliche Sicherheiten bauen, oder auf Jesus Christus. Ihm sollen wir unser ganzes Leben anvertrauen.“

Jörg Süß, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Wetzlar, hat Horst Daniel in einem festlichen Gottesdienst in sein Amt eingeführt.

Bis zum 1. Januar dieses Jahr war der Theologe Entlastungspfarrer der Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Wetzlar, Ute Kannemann. Das heißt, er hat sie mit Diensten in ihrer Kirchengemeinde Lützellinden vertreten. Mit dem Eintritt Ute Kannemanns in den Ruhestand hat sich der Dienstauftrag des 60-Jährigen verändert: Er ist jetzt Gemeindepfarrer der Kirchengemeinde Lützellinden. Da die Pfarrstelle jedoch auf 60 Prozent reduziert wurde, übernimmt Horst Daniel einen zusätzlichen Dienstauftrag in der Kirchengemeinde Dutenhofen/Münchholzhausen. Seit dem 1. Januar haben sich nämlich nicht nur die Kirchengemeinden Dutenhofen und Münchholzhausen vereinigt. Sie sind gleichzeitig mit Lützellinden eine pfarramtliche Verbindung eingegangen. 40 Prozent seines Dienstes leistet Horst Daniel nun in Dutenhofen und Münchholzhausen, wo auch Michael Philipp weiterhin als Pfarrer mit einer ganzen Pfarrstelle tätig ist. Für Lützellinden bedeutet dies, dass Pfarrer Horst Daniel viele Aufgaben, die er bislang in der Kirchengemeinde geleistet hat, nicht mehr wahrnehmen kann. Um diese nicht einfache Aufgabe gemeinsam zu schultern, befinden sich die beiden Kirchengemeinden derzeit in einem Prozess der Umorganisation. Superintendent Jörg Süß erinnerte an Papst Johannes, XXIII., der nach seinen ersten, ihn völlig überfordernden Tagen gesagt habe: „Herr, es ist deine Kirche, ich gehe jetzt schlafen.“ Auf diese Weise habe Gott auch dem Propheten Elia Zeit gelassen, bevor er ihn neu in Dienst nahm.

In Greifenstein-Holzhausen geboren, war Horst Daniel nach seiner Vikariatszeit beim ehemaligen Superintendenten Theodor Preis in der Wetzlarer Kreuzkirchengemeinde mehr als 25 Jahre lang Pfarrer der Kirchengemeinden Reiskirchen und Niederwetz.

Für den Theologen hat sich seit dem 1. Januar eine zusätzliche Veränderung ergeben: Neben der Entlastungspfarrstelle für die Superintendentin (75 Prozent seines Dienstes) hatte Horst Daniel neun Jahre lang mit 25 Prozent Dienstumfang mit hohem Einsatz die Polizeiseelsorge in Mittelhessen verantwortet. Aus diesem Amt wurde er kürzlich in Greifenstein verabschiedet. Seine dort und in der Notfallseelsorge erworbenen Kompetenzen kommen nun den Gemeindegliedern in drei Orten zugute.