Sonntag den 15.Mai 2022

 

 

 

Konfirmandinnen/Konfirmanden

Lilli Allendörfer, Lennart Görlach, Mia Hormel, Mika Link , Henri Müller, Sina-Marie Müller Katja Neumann, Lena Pawljutschuk, Carolina Rinker, Tara Schmitt, Lina-Emilia Tschysch und Tim Weber.

 

Vom „Müsli der Christen“: Aus der Predigt zu Kolosser 3,12-17

Liebe Gemeinde, besonders liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden!
Gottes Wort ist das Grundnahrungsmittel der Christen. Ohne dieses Grund-nahrungsmittel verkümmert christlicher Glaube, werden wir wieder wie unsere Vorfahren Bäume verehren, sie umarmen, unter ihnen räuchern...
Darum sollte jeder drei Bibeln haben. Ja richtig, drei. Sie sind sozusagen das Basis-Müsli des Christen: Erstens natürlich die von Martin Luther. Zweitens eine gute moderne Übersetzung wie die Gute Nachricht Bibel Und drittens irgendwas Abgefahrenes wie die „VOLXBIBEL“, eine Bibelübertragung fürs „Volk“, besonders aber für junge Menschen.
Eine Kostprobe davon gibt es im heute vorgeschlagenen Predigttext. Paulus führt da so ziemlich alles auf, was ins tägliche Müsli eines Christenmenschen gehört!
Da ist als erstes ein exquisiter Nussmix der Liebe: 13 Streitet euch nicht, und wenn euch jemand geärgert hat oder mies zu euch war, dann seid bereit, ihm das zu vergeben. Das hat Jesus ja schließlich auch getan.
Ein bisschen seltsam wirkt nach alledem die Aufforderung: 14 Hey, Leute, am wichtigsten ist es echt, sich zu lieben! Wenn ihr die Liebe nicht habt, dann fehlt euch das Beste. War das vorher denn nicht schon alles Liebe? Nicht unbedingt! Alle vorher genannten Dinge sind ganz praktische Verhaltensweisen. Die kriegt man notfalls auch mit sportlicher Disziplin hin: nett sein, aufeinander achten, usw. ist u.U. anstrengend, aber möglich. Da ist nicht unbedingt Liebe dabei! Aber die ist doch die Königin der Nüsse! Also soll auch die in unser Morgenmüsli!
Als nächstes gehört das Frischobst des Friedens mit Gott in das Müsli – ja, der Frieden mit Gott (nicht umgekehrt!), den Christus gebracht hat: Jesus hat euch ermöglicht, Frieden mit Gott zu haben. Darum soll dieser Frieden euer ganzes Leben bestimmen. - Dafür könnt ihr ihm echt danken.
Den Frieden mit Gott gibt‘s in zwei Sorten, wie Erdbeeren und Waldbeeren ode wie Bananen und Mangos zusammen!

Die eine Sorte ist die Gute Nachricht: Wir müssen keine Angst haben vor Gott wegen dem Mist, den wir machen. Jesus ist dafür gestorben! Soll heißen: Gott hat Frieden mit uns.
Die andere Sorte ist: Wir dürfen selber Frieden haben mit Gott, müssen ihm nicht misstrauen. Das ist die Pointe des berühmten Gleichnisses in Lukas 15, das eigentlich heißen müsste „Das Gleichnis von den verlorenen Söhnen“ - denn tatsächlich misstrauen beide anfangs ihrem Vater und halten ihn für einen Ausbeuter. Der jüngere kapiert bei den Schweinen, dass das totaler Mist war. Ob der ältere es auch kapiert, bleibt am Ende offen... Also, das „Frischobst“, die gesündeste Zutat zum Müsli der Christen ist der Frieden mit Gott, den Jesus gebracht hat durch seinen Tod und durch seine Predigt!

Als nächstes nun verrät Paulus auch sein persönliches „Basis-Müsli“ aus Guter Nachricht und Musik! Das ist die Kern-Message am heutigen Sonntag Kantate – Singt! 16 Sorgt dafür, dass die gute Nachricht von Jesus bei euch immer wieder erzählt wird. Lasst euch erklären, was sie bedeutet.
Macht euch gegenseitig Mut, indem ihr zusammen Lieder zu Gott singt, Psalmen betet oder einfach Musik für Gott macht. Ihr habt doch genug Grund dazu, oder?

Bei der letzten Empfehlung von Paulus geht es im Grunde um genau die Frage, die ihr gut kennt: WWJD – What would Jesus do? 17 Egal, was ihr macht, ob ihr gerade redet oder irgendwas arbeitet, macht alles so, dass Jesus seine Unterschrift drunter setzen könnte, und bedankt euch dabei bei eurem Papa im Himmel. Amen!

 

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